10 Dinge, die ich an eurem Hochzeitstag für euch tue – die ihr nie sehen werdet

Mai 7, 2026

Wenn ich Brautpaaren erzähle, was ich an einem Hochzeitstag eigentlich alles mache, schauen sie mich oft mit großen Augen an: „Das auch noch? Echt jetzt?“ Viele wissen gar nicht genau, was macht eine Hochzeitsfotografin an so einem besonderen Tag alles.

Ja, echt jetzt. 😊

Eine Hochzeitsfotografin macht nämlich viel mehr als nur auf den Auslöser drücken. Wir sind Co-Planerin, Schleier-Richterin, Kummerkasten und manchmal auch Brautstrauß-Halterin. Und das Schönste daran: Ihr werdet vieles davon gar nicht mitbekommen – weil ich genau dann da bin, wenn ihr gerade ganz bei euch und beieinander seid.

Hier sind 10 Dinge, die ich an eurem Hochzeitstag in der Steiermark für euch tue – ganz nebenbei, ganz ehrlich, ganz aus dem Herzen.

1. Ich checke das Wetter ab dem Tag, an dem ihr bucht

Okay, vielleicht nicht jeden Tag. Aber sobald euer Termin näher rückt, hab ich die Wetter-App permanent geöffnet. Ich überlege mir Plan B, Plan C und Plan D – nicht weil ich pessimistisch bin, sondern weil ich entspannt bleiben will, wenn ihr es nicht mehr seid. 

2. Ich richte deinen Schleier. Und deinen Kragen. Und deinen Lippenstift.

Liebe Bräute: Ich bin eure inoffizielle Trauzeugin Nummer 4. Wenn der Schleier sich verheddert, der Sakkokragen umgeschlagen ist oder ein bisschen Lippenstift am Zahn hängt – ich sag’s euch nicht nur, ich richte es. 

3. Ich halte deinen Brautstrauß während der Umarmungen

Nach der Trauung kommen sie alle: Eltern, Trauzeugen, die liebe Tante aus Linz. Alle wollen euch umarmen – und dabei wird der Brautstrauß meist irgendwo unsanft zwischen Schulter und Wange gequetscht. Es sei denn, jemand nimmt ihn euch ab. Genau dafür bin ich da. (Und keine Sorge – ich knipse weiter, mit einer Hand. 😄)

4. Ich blinzle Tränen weg, damit ihr meine nicht seht

Ich werd’s euch ehrlich sagen: Bei manchen Trauungen heul ich mit. Bei den Vows, beim ersten Tanz mit Papa, wenn der Trauzeuge bei seiner Rede selbst nicht mehr weiterkann. Ich blinzle dann ganz schnell, fokussiere wieder – und mach weiter. Aber ja: Ich fühle mit euch. Jedes Mal.

5. Ich rede dem schüchternen Trauzeugen gut zu

Es gibt fast immer eine Person in der Hochzeitsgesellschaft, die gar nicht fotografiert werden will. Meist der introvertierte Trauzeuge oder die Oma, die „das alles eh nicht so mag“. Ich nehm mir Zeit, lerne sie kennen, mache zuerst ein paar lockere Bilder ohne Druck. Am Ende des Tages habe ich oft genau von diesen Menschen die schönsten Aufnahmen.

6. Ich finde eure Schuhe wieder

Klingt banal, ist es aber nicht. Brautschuhe verschwinden auf Hochzeiten immer. Genau wie Eheringe (vor der Trauung), das Strumpfband, der Trauzeugen-Sakko und manchmal auch das gesamte Brautpaar (zum Glück nicht so oft). Ich behalte den Überblick. 

7. Ich beobachte das Licht – und führe euch dorthin, wo es schön ist

Während ihr feiert, gucke ich heimlich in den Himmel. Wann geht die Sonne unter? Wo wird das Licht in einer Stunde golden sein? Ich plane unsere kurzen Paarshooting-Momente so, dass ihr im schönsten Licht des Tages steht – ohne dass ihr es merkt. Ihr denkt nur: „Oh, jetzt machen wir Bilder?“ – und ich denke: „Genau jetzt, perfekt.“

8. Ich helfe beim Tortenanschnitt, beim Rausgehen, beim Reinkommen

Ihr braucht jemand, der „los geht’s!“ sagt? Ich. Ihr seid unsicher, wo ihr beim Einzug stehen sollt? Ich zeig’s euch. Die Brautstrauß-Wurfaktion droht im Chaos zu enden? Ich übernehm kurz die Regie. Eine gute Hochzeitsfotografin ist auch ein bisschen Hochzeitsplanerin auf Standby – nicht weil ich mich aufdränge, sondern weil ich sehe, was als nächstes kommt.

9. Ich esse mit einem Auge auf der Tanzfläche

Wenn ihr euer Hauptgang serviert bekommt, esse ich (meistens) auch. Aber ein Auge bleibt immer auf der Tanzfläche, am Brautpaartisch, beim Eingang. Weil die ehrlichsten Momente passieren in den Sekunden, in denen niemand damit rechnet, dass jemand schaut. Genau dann schaue ich. (Auch wenn ich gerade Kürbissuppe löffle.)

10. Ich gehe als letzte – und schicke euch heimlich noch ein Bild am Montag

Wenn die Tanzfläche voll ist und ihr nicht mehr aufhört zu lachen, dann gehe ich leise. Aber bevor ich am Montag mit der Bearbeitung starte, schicke ich euch fast immer ein erstes Bild – einfach so, als kleines Hello-Back-to-Reality. 

Und genau deshalb glaube ich: Eine Hochzeitsfotografin ist viel mehr als jemand mit einer Kamera. Sie ist diejenige, die euren Tag mitträgt – auf den Bildern, und auch dazwischen.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass das gut zu euch passt: Schreibt mir. Ich freu mich auf euch. 🌿

— Pia von Pixellicious

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